
Zahlen 30. August 2026
Was ein Imagefilm kostet, und woraus sich der Preis zusammensetzt
Drei Größenordnungen, sieben Kostentreiber und der Satz, den kaum jemand ausspricht: Nicht jeder Betrieb braucht einen Film. Was er kostet, wenn er der richtige ist.
Du suchst den Preis für einen Imagefilm und findest überall dieselbe Antwort: „Das kommt darauf an.“ Sie stimmt sogar, denn zwei Aufträge, die auf der Rechnung dasselbe Wort tragen, können sich im Aufwand um das Zehnfache unterscheiden.
Nur hilft dir das nicht, wenn du ein Budget planen musst, denn wer nicht weiß, ob er über drei- oder über dreißigtausend Euro nachdenkt, kann das Thema weder vorbereiten noch intern vertreten. Deshalb stehen die Zahlen hier.

Warum auf keiner Agenturseite eine Zahl steht
Ein Film ist kein Regal aus dem Katalog. Er hat keine Stückliste, sondern einen Aufwand, und der hängt an Entscheidungen, die längst vor dem ersten Bild fallen: wie viele Tage gedreht wird, wie viele Menschen dabei sind, wie viele Orte, wie lange der Film danach laufen soll.
Das ist der ehrliche Teil der Antwort. Der unehrliche Teil ist, sie stehen zu lassen und dich damit allein ins Budgetgespräch zu schicken.
Der Satz, der vor jeder Zahl kommt
Nicht jeder Betrieb braucht eine Filmproduktion. Das ist eine Kostenfrage, keine Bescheidenheit. Ein Film, der neben der übrigen Kommunikation steht statt in ihr, kostet volles Geld und trägt nichts, und deshalb muss vor jedem Gespräch über Bilder klar sein, wofür deine Marke steht und in welcher Sprache sie spricht. Passt der Film da nicht hinein, ist er der falsche erste Schritt, und wir sagen das auch.
Passt er hinein, ist er allerdings das Werkzeug mit der größten Reichweite, das du hast.
Ein Film ist heute die umfangreichste Möglichkeit, Kunden, Bewerber und Wettbewerb auf einmal zu erreichen.
Genau daran hängt die Rechnung für einen Betrieb mit sechzig Leuten anders als für einen mit sechs: dieselben Aufnahmen arbeiten im Vertrieb, in der Personalgewinnung und in der Positionierung gleichzeitig. Ein Drehtag, drei Zielgruppen. Wer nur eine davon mitdenkt, zahlt später zweimal.
Drei Größenordnungen
So sortiert sich das, was bei uns tatsächlich über den Tisch geht. Die Sorgfalt ist auf allen drei Stufen dieselbe; was sich unterscheidet, ist allein der Apparat, den ein Vorhaben braucht.
- Konzeption, Treatment und Drehplan
- ein Drehtag
- ein Postproduktionstag
- Musiklizenzen kommen extra
- alles aus Stufe 1
- Schauspieler vor der Kamera
- weitere Technik
- größeres Team
- mehrere Drehtage
- VFX und Animation
- deutlich komplexere Produktion
Kosten werden genau aufgeschlüsselt und transparent besprochen, immer Hand in Hand mit dem Unternehmen.
Was im Einstieg wirklich enthalten ist
Dreitausend Euro sind eine vollständige kleine Produktion, kein Lockangebot mit Nachschlag. Es steckt darin, was ein Film mindestens braucht, um kein Zufallsprodukt zu sein: eine Idee, die aufgeschrieben ist, ein Plan, nach dem gedreht wird, ein Tag Dreh und ein Tag Schnitt.
Was nicht enthalten ist, steht genauso deutlich da: Musiklizenzen kommen extra. Der Grund lässt sich nicht wegverhandeln, denn Musik wird nach Nutzung lizenziert und nicht nach Aufwand. Derselbe Titel kostet für einen Film, der auf einer Messe läuft, einen Bruchteil dessen, was er für eine Kampagne mit Mediabudget kostet. Wer die Lizenz pauschal einpreist, preist entweder zu viel ein oder rechnet dir später nach.
Die sieben Treiber
Wenn ein Angebot teurer ist als ein anderes, liegt es fast immer an einem dieser sieben Punkte, und sie stehen hier nach Wirkung sortiert.
Drehtage
Der größte Hebel, weil ein Tag nie allein kommt: Er zieht das ganze Team, die ganze Technik und die Anfahrt mit. Zwei Drehtage ergeben deshalb eine große Rechnung, nicht zwei kleine.
Wie groß das Team ist
Ein Drehtag zu zweit ist ein anderer Drehtag als einer zu acht. Mehr Leute heißt schneller, sicherer und aufwendiger zugleich. Die Frage lautet nie „wie viele“. Sie lautet „wofür“.
Wie viele Motive
Jeder Ortswechsel kostet Umbauzeit, und Umbauzeit ist Drehzeit, die nicht gefilmt wird, weshalb drei Motive an einem Standort günstiger sind als drei Standorte mit je einem Motiv.
Wer vor der Kamera steht
Eigene Leute kosten nichts und wirken echt, brauchen aber Zeit und Ruhe, während Schauspieler Geld kosten und dafür verlässlich liefern. Beides ist richtig, nur nicht für denselben Film.


Technik
Kamera, Licht, Ton, Bewegung. Der Sprung sitzt selten bei der Kamera, sondern beim Licht und bei allem, was Bewegung erzeugt: Ein Kran oder eine Fahrt kostet Miete und Aufbauzeit.
Rechte, Musik und Sprecher
Laufzeit, Gebiet und Kanäle bestimmen den Preis von Musik und Sprecherstimme, nicht die Länge des Films. Wer hier „alles, unbegrenzt, weltweit“ bestellt, ohne es zu brauchen, zahlt das teuerste Paket ohne Gegenwert.
Nachbearbeitung
Schnitt, Farbe, Ton und Grafik sind der stille Teil der Rechnung. Hier sitzt auch der Sprung in die dritte Stufe: Sobald etwas entstehen soll, was vor der Kamera nicht da war, ist man bei VFX, und VFX rechnet in Wochen statt in Tagen.

Woran du ein Angebot erkennst, das später teurer wird
Vier Zeichen, alle vier ohne Fachwissen prüfbar:
- Es nennt keine Drehtage. Dann bleibt der größte Kostentreiber Auslegungssache.
- Es nennt keine Korrekturschleifen. Zwei sind üblich. Steht nichts da, ist die dritte ein Nachtrag.
- Es sagt nichts über Rechte und Laufzeit. Dann gehört dir der Film vielleicht nur für ein Jahr.
- Es verspricht Formate, aber keine Anzahl. Jedes zusätzliche Seitenverhältnis ist eine eigene Schnittfassung.
Ein Angebot, das diese vier Dinge benennt, darf teurer aussehen als eines, das sie verschweigt. Es ist es meistens nicht.
Warum Produktionskosten heute anders liegen als vor drei Jahren
Zwei Dinge haben sich in den letzten Jahren wirklich verändert, und beide kann man nachrechnen. Erstens ist die Technik billiger geworden: Was früher einen Verleih brauchte, steht heute im eigenen Schrank. Zweitens fallen in der Nachbearbeitung Arbeiten weg, die vorher Stunden kosteten, Untertitel und Transkript sind dafür das deutlichste Beispiel.
Was sich nicht verändert hat, ist der Drehtag: Ein Team steht morgens vor der Halle und baut auf, heute wie vor fünf Jahren. Wer eine Produktion billiger machen will, spart deshalb an der Nachbearbeitung, nicht am Set.
Fixkosten sind kein Qualitätsmerkmal
Ein großes Haus muss ausgelastet werden, und deshalb bekommst du dort häufig mehr, als dein Ziel braucht. Wir kaufen im Netzwerk nur ein, was gebraucht wird, und sagen dir, was das kostet und warum.
Werkzeuge sind billig geworden, Urteilsvermögen nicht
Ein Bild, ein Text, ein Schnitt kosten heute fast nichts mehr. Teuer ist die Entscheidung, welches davon deiner Marke wirklich nützt und welches ihr schadet, und die trifft bei uns ein Mensch.
Was du selbst beisteuern kannst, und was es spart
Drei Dinge, die nichts kosten und den Drehtag kürzer machen:
- Eine Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis am Set. Nicht drei, die sich erst abstimmen müssen.
- Geräumte, entschiedene Motive. Wir können aufräumen, aber nicht umsonst.
- Frühe Freigabe der Menschen vor der Kamera. Wer erst am Drehtag gefragt wird, sagt häufiger nein.

Wie wir rechnen
Wir schlüsseln jede Position auf: Drehtage, Team, Technik, Nachbearbeitung, Rechte. Du siehst, wofür was anfällt, und kannst einzelne Posten streichen, statt über eine Gesamtsumme zu verhandeln, deren Zusammensetzung du nicht kennst.
Das ist kein Entgegenkommen, sondern Eigennutz: Ein Budget, das du intern erklären kannst, wird bewilligt. Eine Zahl ohne Herleitung wird verschoben.
Zwei Beiträge dazu
- Bewegtbild als Prozess statt als Projekt: was ein Jahr kostet
- Drehtag im Betrieb: was du vorher klären musst
Die Leistungsseite dazu
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