
Zahlen 31. August 2026
Die Website nach dem Start: was zwölf Monate wirklich kosten
Der Tag der Freischaltung ist nicht das Ende, sondern der Anfang der laufenden Kosten. Was monatlich anfällt, was einmal im Jahr, und was passiert, wenn es niemand macht.
Eine Website wird als Anschaffung geplant und als Betrieb bezahlt. Das ist der Unterschied, der in fast jedem Angebot fehlt, und er ist der Grund, warum drei Jahre alte Seiten so oft aussehen wie drei Jahre alte Seiten.
Der Tag der Freischaltung ist nicht das Ende des Projekts, sondern der Anfang von etwas anderem.
Was jeden Monat anfällt
Nicht viel, aber regelmäßig, und das ist der Punkt:
- Aktualisierungen. System, Erweiterungen, Sicherheitslücken. Eine übersprungene Aktualisierung ist kein Problem, zwölf sind eines.
- Sicherungen, die zurückgespielt werden können. Eine Sicherung, die nie zurückgelesen wurde, ist keine.
- Ein Blick auf die Messwerte. Ladezeit, Fehlerseiten, Formulare, die nicht mehr ankommen.
- Hosting. Die kleinste Position und die, über die am längsten geredet wird.
Das Formular ist dabei die tückischste Stelle, weil ein Formular selten laut ausfällt: Es sendet weiter, die Bestätigung erscheint, und nur die Mail kommt nirgends an. Wer das nicht regelmäßig prüft, merkt es an ausbleibenden Anfragen und sucht den Fehler im Marketing.
Was einmal im Jahr anfällt
- Inhalte, die nicht mehr stimmen: Preise, Ansprechpartner, Leistungen, Jahreszahlen.
- Rechtstexte, wenn sich etwas geändert hat.
- Bilder, die veraltet sind, weil die Halle inzwischen anders aussieht.
- Ein Blick auf die Struktur, wenn Leistungen dazugekommen sind.

Die Zahl
Die Spanne ist keine Verhandlungsmasse, sondern eine Frage des Umfangs. Am unteren Ende steht eine überschaubare Seite mit wenigen Erweiterungen, an deren Inhalten selten etwas geändert wird. Am oberen Ende steht eine Seite mit Formularstrecken, Anbindungen an andere Systeme und laufenden Inhaltsänderungen, bei der jeden Monat tatsächlich jemand Hand anlegt.
Was in dieser Zahl nicht steckt: größere Umbauten, neue Unterseiten, Fotoproduktionen. Das sind Vorhaben und keine Wartung.
Was in einem Wartungsvertrag stehen muss
Drei Angaben, ohne die er nichts wert ist:
- Was genau enthalten ist, und ausdrücklich auch, was nicht.
- Wie schnell reagiert wird, wenn die Seite ausfällt.
- Wem die Zugänge gehören. Domain, Hosting, System. Das ist der Punkt, der bei einem Anbieterwechsel entscheidet, ob es ein Vormittag wird oder eine Woche.
Was ein Wechsel kostet, wenn ihr ihn später wollt
Das ist die Zahl, die in keinem Wartungsvertrag steht und die trotzdem über seinen Wert entscheidet. Wenn Domain, Hosting und Systemzugang auf euren Namen laufen, ist ein Anbieterwechsel ein Vormittag: Zugänge übergeben, einmal prüfen, fertig. Laufen sie auf den Namen der Agentur, wird derselbe Wechsel zu einer Verhandlung, und in ungünstigen Fällen zu einem Neuaufbau, weil die Seite auf einer Umgebung liegt, die niemand sonst betreiben kann.
Deshalb gehört diese Frage nicht ans Ende der Zusammenarbeit, sondern an ihren Anfang.
Was du selbst machen kannst
Mehr, als die meisten denken, wenn die Seite dafür gebaut wurde. Texte ändern, Bilder tauschen, eine Unterseite ergänzen: Das gehört in eure Hand und nicht in eine Rechnung. Was nicht in eure Hand gehört, sind Aktualisierungen des Systems und alles, was danach kaputt sein kann.
Was passiert, wenn es niemand macht
Nichts, ein Jahr lang. Danach fällt es an drei Stellen gleichzeitig auf: Die Ladezeit wird schlechter, weil Erweiterungen veraltet sind. Die Inhalte stimmen nicht mehr, weil zwei Ansprechpartner gewechselt haben. Und irgendwann steht die Seite still, weil eine Aktualisierung nicht mehr rückwärts kompatibel ist, und dann kostet die Reparatur mehr als zwei Jahre Wartung.
Das ist die eigentliche Rechnung. Nicht Wartung gegen keine Wartung, sondern Wartung gegen den Neuaufbau, der sonst nach drei Jahren fällig wird.
Wie wir das machen
Wir bauen Seiten so, dass ihr die Inhalte selbst ändern könnt, und übernehmen den Teil, der Schaden anrichten kann. Ob sich eine eigene Seite gegenüber einem Baukasten überhaupt rechnet, steht im Beitrag über die Rechnung nach drei Jahren; welche Zahlen im Monatsbericht wirklich zählen, im Beitrag über Marketing-Kennzahlen. Was wir bauen, steht auf der Seite Webdesign.
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